Jeder kennt wahrscheinlich Kokosmilch. Gerade in asiatischen Ländern und Rezepten ist sie fester Bestandteil beim Kochen. Vor allem für Currys und Suppen. Doch die klassische Kokosmilch und Kokosdrink aus dem Supermarkt sind zwei verschiedene Dinge.
Kokosmilch wird aus dem Fleisch der Kokosnuss hergestellt und besteht hauptsächlich aus dem Fruchtfleisch (ca. 60 %). Kokosdrink hingegen besteht aus Kokosnussextrakt, also aus dem gepressten Fruchtfleisch der Kokosnuss, welches mit viel Wasser verdünnt wird. Im Kokosdrink sind nur noch ca. 10 % Fruchtfleisch enthalten.
Kokosdrink hat einen leichten, süßlichen Kokosgeschmack und eignet sich sowohl zum kochen und backen als auch als Milchalternative im Kaffee oder Tee.
Die Klimabilanz von Kokosdrinks bzw. Kokosnüssen ist schlecht. Denn Kokosnüsse werden überwiegend in Asien angebaut. Hauptsächlich auf den Philippinen, Indien, Indonesien, Sri Lanka und Vietnam. Durch den Transport von Asien nach Europa entstehen hohe CO2-Emissionen. Zusätzlich können beim herkömmlichen Anbau von Kokospalmen Monokulturen den Boden auslaugen. Beim Kauf sollte man also unbedingt auf eine Bio-Zertifzierung achten.
In Ländern wie Thailand kommt oft auch noch die Ausbeutung von Affen hinzu. Damit sich die Affen nicht wehren können, werden ihnen die Zähne gezogen. Zudem verbringen sie ihr ganzes Leben angekettet und in Einzelhaltung in kleinen Käfigen. Der Ethikguide hat einige Marken aufgelistet, die Kokosnüsse aus ethischem Betrieben erwerben.
Im Englischen heißt Reismilch übrigens „Rice milk“, im Französischen „Lait de riz“, im Spanischen „Leche de arroz“ und im Italienischen „Latte di riso“.
Pro:
– Fettarm
– Glutenfrei
– überall erhältlich (Supermarkt, Drogerie, online)
– eignet sich für Kaffee, Tee, kochen und backen
Contra:
– wenig Proteingehalt
– Klimabilanz schlecht, Kokosnüsse werden überwiegend in Asien angebaut
– bei der Kokosnussernte in Thailand werden teilweise Affen ausgebeutet und gequält
